Montag, 18 Mai 2026 14:05

London: LUSH-Preise vergeben Empfehlung

In diesem Jahr sind wieder interessante Preisträger mit dem renommierten LUSH-Preis ausgezeichnet worden. Sie teile sich den Preis von £ 250.000 in den Kategorien Wissenschaft, Ausbildung, Sensibilisierung der Öffentlichkeit, politische Interessenvertretung und Nachwuchsforscher:innen.


1. Den Wissenschaftspreis in Höhe von £50,000 erhielt in diesem Jahr Team für Biosensorik, Mikrofluidik und Mikrosysteme des Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering an der Harvard University. Geleitet wird das Team von Adama Sesay, Ph.D. Der Preis würdigt ihre Arbeit an der Entwicklung sensorintegrierter Organ-Chips der nächsten Generation zur Förderung der biomedizinischen Forschung und der Forschung im Bereich der Frauengesundheit. Zohreh Izadifar, Ph.D., ehemalige Postdoktorandin im Labor von Donald Ingber, M.D., Ph.D., heute Assistenzprofessorin am Boston Children’s Hospital und an der Harvard Medical School sowie Forschungsstipendiatin am Wyss Institute, nahm die Auszeichnung im Namen der Teams entgegen.

2. Den Ausbildungspreis in Höhe von £25,000 erhielt Dr. Silvya Engler, auf Brasilien für Ihr Projekt "Advancing Non-Animal Toxicology Through Large-Scale Training and Open-Access Human Skin Models in Brazil".
Auch das Laboratorio de Métodos Alternativos in Argentinien wurde mit £25,000 für das Projekt "Advancing Alternative Methods in Argentina and LATAM: The Role of LMA in Promoting Non-Animal Toxicity Testing" geehrt.

3. Den Öffentlichkeitspreis von je £25.000 erhielten ebenfalls zwei Teams: zum einen die Organisation Animal-Free Science Advocacy (AFSA) aus Australien für Ihre Kampagne "Honour me with a Name", mit der sie sich für die Beendigung der Primatenversuche in Australien einsetzt.
Die zweite Organisation ist Animal Justice aus Kanada. Die NGO wurde geehrt für das Bewirken der Schließung des Hundelabors am St. Joseph’s Hospital und für ihren Einfluss beim Erlassen neuer Gesetze zu Tierversuchen an Hunden und Katzen.

4. Den Preis für Politisches Engagement in Höhe von £50.000 erhielten Lindsey Borton and Dr Kelly Coleman aus den USA für die wissenschaftliche Beratung zu Beendigung des Pyrogen-Tests für Medizinprodukte am Kaninchen.

5. Fünf Nachwuchsforscher:innen wurden ebenfalls mit je £10.000 geehrt. Dr. Adam Fellows vom Royal Veterinary College in UK wurde für die Entwicklung von Arterien für den Ersatz von Tierversuchen  in der Herzkreislaufforschung bedacht.
Sehr innovativ war ein Beitrag aus Polen von Dr. Alicja Mikołajczyk von der University of Gdansk. Sie wurde für ein Computerprojekt zur toxikologischen Bewertung von Nanopartikel-Mixturen geehrt.
Auch das Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology (EAWAG) aus der Schweiz wurde bedacht: Dr. Marion Revel untersuchte regulatorische Hürden und der Akzeptanz von tierfreien Methoden durch Analyse der verschiedenen Präferenzen und Anforderungen von Toxikologen, Regulierungsbehörden und der Industrie.
Dr. Jonne Rietdijk vom Broad Institute of MIT and Harvard und von der Uppsala University, Schweden wurde für ihre Arbeit zur Verbesserung der AOP-Konzeption bedacht, indem sie multi-Omics-Daten integriert hat.
Dr. Rahul Rimal, von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA wurde für seine Human-Modelle in Mehrkammer-Bioreaktoren zur Nachahmung der systemischen Toxizität bei Verbrennungen geehrt, die dazu dienen, die hochbelastenden Tierversuche auf diesem Gebiet zu ersetzen.

LUSH hat für alle Preisträger:innen ein Kurzviedeo auf der Website veröffentlicht.

Weitere Informationen:
https://lushprize.org/2026-prize/2026-prize-winners/
https://wyss.harvard.edu/news/multidisciplinary-wyss-team-receives-2026-lush-prize-science-award/
https://animalfreescienceadvocacy.org.au/animal-free-science-advocacy-launches-honour-me-with-a-name-campaign/
https://animaljustice.ca/media-releases/ontario-becomes-first-province-to-ban-invasive-medical-tests-on-dogs-and-cats