ERA4NAMs (European Research Area for New Approach Methodologies) ist eine europäische Initiative, deren Ziel es ist, die Einführung von NAMs voranzutreiben und zu beschleunigen. Die ERA4NAMs-Arbeitsgruppe für Aus- und Weiterbildung hat eine Umfrage gestartet, um einen Überblick über die aktuelle Situation im Bereich der Aus- und Weiterbildung sowie des Kapazitätsaufbaus im Bereich der NAMs in Europa und darüber hinaus zu gewinnen.

Am 17. November findet die Jahreskonferenz der European Partnership for Alternative Approaches (EPAA) in Brüssel statt. Thematisch geht es um die Umsetzung der In der EU erarbeiteten Roadmap zum Ausstieg von Tierversuchen in der Chemikalienbewertung. Vertreter aus der Industrie, Europäischen Kommission, Regulierungsbehörden, Wissenschaft, von Forschungsorganisationen, NGOs und internationalen Interessengruppen kommen zusammen, um die die Zukunft der NAMs und deren Einbindung in Wissenschaft und Regulierung zu erörtern.

Das Johns Hopkins Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) schreibt wieder den „CAAT Reduction Grant 2026“ (CAAT-Förderpreis zur Reduzierung von Tierversuchen) und den „CAAT Humane Education Grant 2026“ (CAAT-Förderpreis für humane Ausbildung) aus. Weltweit sind Forscher und Pädagogen eingeladen, sich zu bewerben.

Das Referenzlabor der Europäischen Union für Alternativen zu Tierversuchen (EURL ECVAM) betreibt eine Versuchsanlage, die sich mit der Entwicklung, Validierung und Standardisierung von In-vitro-Methoden befasst. Forscher:innen und Organisationen können sich nun um Zugang zu dieser hochmodernen, automatisierten Einrichtung bewerben.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat ihr Förderkonzept "e2Health – In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft" Ende Juni veröffentlicht. Es unterstützt die (Weiter-)Entwicklungen von In silico-Methoden und Softwarewerkzeugen in Kombination mit KI-Technologien für die Gesundheitsforschung.

Einem internationalen Forschungsteam am Zentrum für Photonenforschung des Paul Scherrer Institut (PSI) unter der Leitung von Dr. Goran Lovric ist es gelungen, mittels hochauflösender Mikro-Computertomografie (µCT) und künstlicher Intelligenz Gewebeproben virtuell einzufärben. Dies liefert ähnliche Ergebnisse wie herkömmliche Histologie-Methoden für die medizinische Diagnostik und Forschung, die zunächst hauchdünn geschnitten und hiernach z.B. Organellen oder Zellen angefärbt werden, um z.B. Gewebeveränderungen zu studieren.

Die Innovative Health Initiative (IHI) hat ihre 13. Ausschreibung angekündigt. Sie soll Innovatoren im Gesundheitswesen unterstützen, den Einsatz von Tieren in Arzneimittelsicherheitsstudien zu reduzieren und Krankheiten im Zusammenhang mit dem Altern und dem Immunsystem bekämpfen.

Forscher der RCSI University of Medicine and Health Sciences in Dublin, Irland, haben ein künstliches Modell der Mitralklappe entwickelt, das das komplexe mechanische Verhalten der Klappe im menschlichen Herzen originalgetreu nachahmt. Die Studie könnte Forschern helfen, Herzklappenerkrankungen besser zu verstehen und neue Behandlungsansätze zu entwickeln.

Quantitative Systems Pharmacology (QSP)-Modelle spielen eine zentrale und immer wichtigere Rolle in der klinischen Entwicklung. Sie verknüpfen Biologie, Pharmakologie und Mathematik, um die Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und dem komplexen biologischen System des Menschen am Computer zu simulieren.

Ein britisch-dänisches Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Holm H. Uhlig vom Centre for Human Genetics, an der University of Oxford,  UK, hat mit Hilfe eines zellulären Assays bestätigt, dass neutralisierende Autoantikörper in bestimmten Fällen für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verantwortlich sein können.